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Kultusministerium zieht im Streit um rigide Schul-Nonnen erste Konsequenzen AUERBACH/MÜNCHEN (spiegel): Wie der Spiegel meldet, hat das bayerische Kultusministerium den Streit um die durch Nonnen geleitete Schule in Auerbach beendet und die verantwortlichen Nonnen aus dem Schuldienst entlassen - jedoch nur für die Auerbacher Haupt- und Grundschule, die in staatlicher Obhut liegen. Die Realschule, die im örtlichen Kloster gemeinsam von Stadt, Landkreis sowie der "Kongregation Schulschwestern von Unserer Lieben Frau" betrieben wird, ist erstmal nicht von der Entscheidung betroffen. In der Vergangenheit hattte es wiederholt Auseinandersetzungen zwischen Eltern, Schulämtern und dem Lehrpersonal gegeben, da die strenggläubigen Schwestern nach Angaben von Eltern unter anderem Sexualkunde-Kapitel aus Biologiebüchern herausgerissen oder die Kinder mit Geschichten über Höllenstrafen und Todsünden verängstigt hätten. (Quelle: DER SPIEGEL)
David gegen Goliath oder: Neues von Scientology vs. Google... Welche Macht div. Organisationen haben (wollen) und wie sie geschickt gängige Rechtsprechung einsetzen, um von ihren wahren Zielen abzulenken oder Kritiker und Journalisten möglichst einzuschränken, zeigt der aktuelle Fall am Beispiel Google vs. Scientology. Bei diesem beliebten Onlinedienst wurde wie bekannt erwirkt, das mehrere Seiten aus der Suchdatenbank entfernt werden mußten, was allerdings bis Heute nicht ganz gelang: Ein Teil der Seiten, die sicherlich unangenehmen, weil brisanten Inhalt haben, sind unter dem angegebenen Link zu finden:
Operation Clambake - Kritik an Scientology www.xenu.net
"Wenn wir ein Suchergebnis nicht auflisten dürfen, weil wir damit gegen den DMCA verstoßen würden, dann haben unsere User ein Recht darauf, informiert zu werden", erwiderte Google-Sprecher David Krane gegenüber US-Nachrichtendienst Newsbytes.
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, die Wahrheit läßt sich eben auf Dauer nicht unterdrücken.
Drei wissenschaftliche Meldungen zur Vergangenheit
Der "Schwarze Tod" war wohl nicht die Beulenpest Der mittelalterliche "Schwarze Tod" war nicht die Beulenpest, wie sie heute bekannt ist, vermuten amerikanische Anthropologen. Die Epidemien des 14. Jahrhunderts hätten sich sehr viel schneller ausgebreitet und eine höhere Todesrate gezeigt als es bei der Pest zu erwarten wäre. Beulenpest wird durch auf Ratten lebende Flöhe übertragen. Eine Epidemie führt nicht nur unter den Menschen zu einem Massensterben, sondern rafft auch die Nager dahin. In mittelalterlichen Chroniken fehle aber jeglicher Hinweis auf tote Ratten in den Straßen, erklärt James Wood von der Penn-Universität. Der Anthropologe glaubt deshalb, dass der Schwarze Tod von Mensch zu Mensch übertragen wurde, wofür auch die Beobachtung spricht , dass sich die Krankheit besonders schnell entlang von Handelsstraßen ausbreitete.(Text/Meldung bdw)
Turiner Grabtuch könnte doch aus der Zeit Jesu stammen Wissenschaftler aus Instituten in Zürich, Arizona und Oxford hatten die umstrittene Reliquie 1988 nach der Radiokarbonmethode untersucht und das Tuch auf die Zeit zwischen 1260 und 1390 datiert. Die Annahme, es handle sich um das Grabtuch Christi, galt damit für viele als widerlegt. Forscher um Alexander V. Gelyakov aus Russland halten diese Datierung jetzt für falsch. Das Tuch sei nach einem Brand 1532 mit heißem Pflanzenöl von Schmutzresten gereinigt worden. Ein solches Verfahren sei damals die übliche Reinigungsmethode gewesen. Das eingedrungenes Pflanzenöl habe das Tuch bei den Messungen der drei Institute um 1300 Jahre jünger erscheinen lassen. (Text/Meldung bdw)
Homer hat die Odyssee nicht alleine geschrieben Mit einem statistischen Modell haben der Mathematiker Edward Bush und der Sprachforscher Ricardo Mansilla von der National-Universität in Mexiko City die Verse des mehr als 2.700 Jahre alten Epos untersucht und zwischen den 24 Büchern starke Unterschiede in den rhythmischen Strukturen ausgemacht. Dies deute darauf hin, dass das Werk auf mehrere Autoren zurückgehe, sagen die Forscher. Bei der Analyse der gleichfalls Homer zugeschriebenen Illias ergab sich hingegen ein überraschend einheitliches Versmaß. (Text/Meldung bdw)
Studie: Bei Wahnsinn lieber zum Medizinmann Eine Studie des Bonner Ethnomediziners Walter Bruchhausen in Tansania ergab, daß in Afrikanischen Kulturen ein klares Bewußtsein besteht, bei welchen Krankheiten ein einheimischer Medizinmann oder ein Schulmediziner zu Rate gezogen werde. So werden die traditionellen Methoden dann bevorzugt, wenn es um Beschwerden im Kopf gehe, bei eindeutig körperlichen Problemen wird lieber ein westlich orientiertes Krankenhaus aufgesucht. Die westliche Medizin wird als defizitär empfunden: «Tatsächlich empfinden viele Afrikaner die Missachtung der spirituellen und sozialen Dimension als größtes Defizit der europäischen Medizin», so Bruchhausen. «Untersuchungen, Medikamente und Operationen werden zwar bereitwillig in Anspruch genommen. Doch weil sie im Empfinden der Betroffenen nicht die eigentlichen Ursachen der Störungen beseitigen, müssen andere Experten aufgesucht werden.» Diese relativ saubere Trennung sorgt dafür, daß keine Konkurrenzsituation entsteht, und so empfiehlt ein an der Universität ausgebildeter Psychiater bei Besessenheit durchaus auch Segen und Gebete durch den Krankenhausseelsorger.
Und noch ein Dachverband: Kulturkreis Dachverband für traditionelle Naturreligion e.V.i.G. Man ist sich offensichtlich nicht einmal darüber einig, was nun in Wiesbaden gegründet wurde. Gibt es also einerseits den Verein "Concilium GENA" (rc dot org berichtete am 27.3.02) so kursiert inzwischen eine alternative Presseerklärung, in der folgendes zu lesen ist: Die Jahreshauptversammlung am 24.März 2002 in Butzbach, hat mit großer Mehrheit den Vorsitzenden Volkert Volkmann, YGGDRASIL-Kreis, und weitere Vorstandsmitglieder, wiedergewählt. Nach einer heißen Phase der Diskussion, seit dem ersten Treffen am 12.1., steht nun fest, daß keine satanistischen Gruppen in den Dachverband aufgenommen werden.(...) Es scheint, wie auch diverse z.T. arg sinnfreie Diskussionen zeigen, somit klar zu sein, daß die salbungsvoll angekündigte Allianz heidnischer Gruppierungen um den Y.-Kreis und thelemitisch/satanistischer Gruppen schneller beendet war als der Verein gegründet ist. Der jetzt in Gründung befindliche Verein (der den "Dachverband" somit lediglich im Vereinsnamen trägt) hat zum Zeitpunkt der Pressemitteilung folgende Zusammensetzung: OBOD (Order of Bards, Ovates and Druids), Sisterhood of Avalon, YGGDRASIL-Kreis, ODINIC RITE Deutschland (und Österreich), Initiative für Religionsfreiheit in Deutschland (IRFD), heidnisches Kulturforum, offene Gruppe für behinderte Heiden und die Ulfhednar. Welche Zukunft der Okkultistengruppen-Dachverband hat ist momentan wohl noch völlig offen.
Neu in rc dot org: Die Tommyknockers Die Redakteure von rc dot org haben sich eine neue Rubrik ausgedacht, in der sie auch mal so richtig vom Leder ziehen können. Hinter dem Link Tommyknockers findet ihr daher ab in loser Reihenfolge Glossen, die wie das bei Glossen üblich ist durchaus auch ätzende Satire und böse Provokationen beinhalten. Wer also weder weiß was eine Glosse ist oder Satire im Zoo vermutet sollte sich vorsehen, die Minenfelder der Tommyknockers zu betreten.
Veränderung des Naturkalenders bringt Heidentum durcheinander MÜNCHEN (taz/dpa/redaktion): Die globale Klimaerwärmung führt nach einer neuen Studie zu einer deutlichen Veränderung des europäischen Naturkalenders. Wie die technische Universität München gestern mitteilte, würden Pflanzen in Europa und Nordamerika seit 30 bis 50 Jahren immer früher austreiben und blühen: pro Jahrzehnt bis zu 3,8 Tage mehr, was einer Verschiebung von Wochen entsprechen kann. Zugvögel würden pro Jahrzehnt bis zu 4,4 Tage früher zurückkehren, ihre Eiablage sogar bis zu 4,8 Tage früher erfolgen. Auch im regnerischen Großbritannien macht sich der Treibhauseffekt bemerkbar: Dort schlüpfen Schmetterlinge bis zu 3,2 Tage früher. Allgemein geht die Fachwelt davon aus, dass die vorhergesagte Temperaturerhöhung erst ihren Anfang genommen hat. Nach Recherchen von rcdotorg wird in beunruhigten Wiccakreisen nun darüber nachgedacht, das Fruchtbarkeitsfest - anstatt es wie bisher an Beltaine stattfinden zu lassen - nun gleich auf Samhain/Allerheiligen zu verlegen. Quelle: die tageszeitung