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Bemerkenswertes, wissenswertes oder einfach nur überflüssiges im Netz.
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wMittwoch, Juli 31, 2002 |
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Kinder und europäischer Hexenwahn Die Autorin Dr. Claudia Jarzebowski hat in einem Beitrag für die Online-Ausgabe von Bild der Wissenschaft diese bisher eher wenig beachtete Problematik der Hexenforschung noch einmal thematisiert. In ihrem kurzen Überblick skizziert sie die verschiedenen Etappen: Bereits im Hexenhammer (1487) werden Kinder erwähnt: "Es darf nicht übergangen werden von den Schädigungen zu sprechen, die den Kindern von Hexenhebammen angetan werden; und zwar erstens, wie sie sie umbringen, und zweitens, wie sie sie den Dämonen weihen" Im 16. Jahrhundert wandelt sich die Rolle vom Opfer zum Täter. Die ersten Prozesse gegen Kinder werden geführt. Sie werden angeblich auf sogenannten Hexensabbaten gesehen, sollen dort auf Besen reiten und sich an den "Orgien" beteiligen. Auch in der Jurisprudenz wandelt sich ihre Rolle: Traten sie zunächst als Zeuginnen und Zeugen auf, häuften sich nun zunehmend explizite Denunziationen von Kindern. Diese richteten sich nicht selten gegen die eigenen Eltern oder andere Verwandte, Nachbarn und Nachbarinnen, auch Lehrer und Pfarrer sowie andere Autoritätspersonen. Mit dem 17. Jahrhundert beginnt die Zeit, in der Kinder nicht mehr nur Erwachsene denunzieren, sondern andere Kinder und schließlich sich selbst. Sie bezichtigen sich und andere, mit dem Teufel, dem Vater, der Mutter, mit anderen Kindern und mit Tieren sexuell zu verkehren. Sie geben an zu zaubern, den Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben und vom Teufel getauft worden zu sein. Die Autorin diskutiert zwei Erklärungsansätze für dieses Verhalten und schildert die Vielfalt an Fragen, die sich daraus ergeben. Link: „Das Rätsel der Kinderhexen“ von
Lucas Corso um 15:45
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