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Diese Rubrik informiert über Austellungen, Vernissagen, Fernsehbeitr?ge, Kinofilme und ... andere Ereignisse in Kulturbetrieb und Medienwelt, die mit Heidentum im engeren und weiteren Sinn zu tun haben.
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wMontag, November 18, 2002 |
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Augsburg: Der legendäre Zement der Römer Zu den legendären Errungenschaften der römischen Bautechnologie gehört die Erfindung des Zements. Das Römische Museum Augsburg zeigt vom 22. November 2002 bis 16. Februar 2003 in Zusammenarbeit mit Süd Zement Marketing GmbH eine sehr anschauliche Sonderausstellung zum römischen "Beton", dem aus Sand, Stein, Wasser und gebranntem Kalk gehärteten und formbaren "Stein aus Menschenhand". Neben Fragen der Produktion dieses Baumaterials und dazu präsentierten modernen Testergebnissen im Vergleich mit heutigem Beton werden unterschiedlichste Gebäude und Bauwerke der Antike vorgestellt. Das beeindruckendste, heute noch erhaltene Beispiel stellt das Pantheon in Rom dar, ein Tempel mit einer Kuppel aus Leichtbeton in einer Weite von 43 m. Mit einer Vielzahl von Großfotos, Detailzeichnungen und Modellen, darunter ein Laufradkran, erschließt sich die Anwendung und Nutzung dieses römischen Baustoffes. Antike Großbauten werden in der Ausstellung ebenso vorgestellt wie die weniger bekannte Bautechnik des Unterwasser-"Betons" oder der Einsatz von Rundeisen wie im modernen "Stahlbeton". Originale Geräte der Handwerker, eine römische "Baustelle" und archäologische Funde aus dem römischen Augsburg ergänzen das Bild.
Öffnungszeiten: Montags geschlossen Di - So: 10 - 17 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene 3,00 Euro, Ermäßigung 1,50 Euro
Römisches Museum Augsburg Dominikanergasse 15; 86150 Augsburg, Tel.: 0821´324 4131 Fax: 0821 324 4133 von
Lucas Corso um 09:25
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wSonntag, November 17, 2002 |
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Mannheim: Ausstellung über Nasca-Indianer verlängert. In den Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen wurde die Ausstellung: „An die Mächte der Natur - Mythen der altperuanischen Nasca-Indianer“ bis zum 6. Januar 2003 verlängert. In den Jahrhunderten vor und nach der Zeitenwende entfaltete sich auf dem schmalen Küstengürtel Südperus die Nasca-Kultur. Sie erforschte ihren Naturraum und hielten ihn in Bildern fest. Ihre polychrome Vasenmalerei und ihre weltweit einzigartige Textilkunst zeigen Vögel, Kaulquappen, Raubkatzen und andere Tiere. Die Mannheimer Ausstellung ordnet die Motive und erklärt ihre Identifizierungen. Warum wurden die dargestellten Tiere und Pflanzen ausgewählt und zu Mischwesen zusammengefügt? Welches war ihre Bedeutung in Naturraum und Klima der peruanischen Pazifikküste? Es zeigt sich, dass die Bilder lesbar werden: sie erzählen von einem Wesen, das Überschwemmungs-Katastrophen und Plagen, aber auch fruchtbaren Regen bringt. Opferungen für die Fruchtbarkeit spielen eine bedeutende Rolle in Altperu. Bei Vorbereitung der Ausstellung wurde auch archäologische Sensation deutlich: Bei vorab erstellten Computertomographien einiger Exponate aus dem Sammlungsbestand der Reiss-Engelhorn-Museen kam ans Licht, dass ein großer Teil der Nasca-Keramik von den ersten Phasen an, seit den Jahrhunderten um die Zeitenwende (!), auf der Töpferscheibe hergestellt wurde – eine Entdeckung, die die technische Entwicklung der Kulturen im Zentralandenraum im neuen Licht erscheinen lässt.
Eintrittspreise: Erwachsene 6 Euro, Ermäßigung 2,50 Euro Führungen jeweils sonntags um 11.00 Uhr und 15.00 Uhr;
Öffnungszeiten: Mo geschlossen, Di, Do, Sa 10 - 17 Uhr, Mit 10 - 20 Uhr, Frei 10 - 13 Uhr, So + Feiertag 10 - 18 Uhr
Reiss-Engelhorn-Museen Zeughaus C 5; 68159 Mannheim Tel.: 0621 293 3151 Fax: 0621 293 9539
von
Lucas Corso um 13:08
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wSamstag, November 16, 2002 |
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Berliner Gorki-Theater: Uraufführung "Jud Sauer" von Adriana Altaras Am 12. November hatte im Berliner Gorki-Theater eine Koproduktion mit den derzeit laufenden Jüdischen Kulturtagen Premiere: Das von der Autorin Adriana Altaras geschriebene und auch selbst inszenierte Stück „Jud Sauer“.
5 Menschen sitzen in einem jüdischen Altersheim und überdenken angesichts ihres Todes abschließend ihr Leben im 20. Jahrhunderts - geprägt von Holocaust, Flucht, Partisanenkampf in Kroatien und Leben im Nachkriegsdeutschland. Einer von ihnen versteht seinen Namen als Auftrag: Ignatz Sauer reflektiert ähnlich wie der am Ende seines Lebens enttäuschte Ignaz Bubis bitter und kritisch über eine Leben in Deutschland: Er will nicht süß und brav sein, will nichts beschönigen, denn dass bringt einem nur das Schicksal von „Jud Süß“ sein: Joseph Süß Oppenheimer, jenem würtembergischem Freidenker und Finanzpolitiker, der Anfang des 18. Jahrhunderts gesellschaftliche Schranken durchbrach und zum entscheidenden merkantilistischem Finanzreformer unter dem würtembergischen Herzog Karl Alexander wurde. Als Karl Alexander starb, nahmen antisemitische Neider noch in der Todesnacht den lang verhassten „Hofjuden“ fest, um ihn in einem skandalösen und fadenscheinigen Prozess zum Tode zu verurteilen und schließlich am 4. Februar 1738 hinzurichten. Das Leben des Geheimrats Joseph Süß Oppenheimer war die historische Vorlage für den berüchtigten nationalsozialistischen Hass-Film „Jud Süß“ von Veit Varlan.
Adriana Altaras Stück beschäftigt sich mit dem Leben der alten Juden: "Die Grundaussage meines Stückes", sagt die diesjährige Leiterin der Jüdischen Kulturtage "tageszeitung" (taz) im Interview, "ist, dass die Deutschen die Juden eigentlich nicht mehr brauchen. Sie haben ihre Schuld abgearbeitet, denken sie, und sehnen sich nach Normalität. Nur, die alten Juden brauchen die Deutschen noch. Weil sie jemanden brauchen, dem sie erzählen können, dass sie nachts oft nicht schlafen können, dass sie ihre ermordeten Familien vermissen. Und dass sie oft immer noch Angst haben."
Regie Adriana Altaras; Bühne Isolde Wittke; Kostüme Helena Barcikowski; Musik Robert Nassmacher Mit Monika Hetterle, Sanja Peric, Heide Simon; Hilmar Baumann, Tim Hoffmann, Robert Nassmacher, Dietmar Obst, Tim Petersen
Weitere Vorstellungen am 23./24. November, 7./8./16./27. Dezember im Gorki Theater (Studio). Am Mittwoch den 20.11. zeigt das Theater um 21 Uhr 15 in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung und der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung den antisemitischen Propaganda-Film "Jud Süß" von 1940, danach folgt ein Publikumsgespräch mit Dr. Gerd Albrecht.
Das gesamte Programm (bis zum 19. November) der jüdischen Kulturtage gibt es unter diesem Link: Jüdische Kulturtage von
Lucas Corso um 16:52
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wFreitag, November 15, 2002 |
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Frankfurt a.M.: Ausstellung, die mit Vorurteilen über indianische Kulturen aufräumt "Indian Times - Nachrichten aus dem roten Amerika" lautet der Titel der neuen Hauptaustellung, die vom 9. November 2002 bis 31. August 2003 im Museum für Weltkuturen in Frankfurt a.M. gezeigt wird. Die Ausstellung möchte gründlich mit den typischen Stereotypen aufräumen, die hier in Europa über Indianer herrschen, und sich in der immer gleichen (und oft falschen) Erwähnung von Federhauben, Marterpfählen, Pferderomantik und dem obligatorischem Manitu erschöpft. Ein Aufräumen solcher Klischees fängt bereits beim Namen an: "Denn", so der von Bild der Wissenschaft (bdw) zitierte Prof. Christain Feest, "den oder die Indianer gibt es überhaupt nicht." Dem Kurator der Ausstellung ist die außerordentliche Vielfalt der indianischen Kulturwelt ein wichtiges Anliegen: "Allein 59 Sprachfamilien gibt es in Nordamerika, die oft nicht mehr gemeinsam haben als finnisch mit chinesisch", so Feest, "die eingeborenen Völker des Landes zählen nach Hunderten." Heute werden Lakota und Dakota, Navajo, Arapaho oder Zuni gleichermassen unter dem eurozentrischen Begriff Indianer in einem Topf geworfen. Aus dieser kulturellen Vielfalt indianischer Nationen (nicht "Stämmen!") werden fünf historische Regionen (Russisch-Amerika um 1835, der obere Missouri um 1840, die Dakota in Minnesota um 1860, Apachen und Navajo um 1900, die Warm Springs Reservation in Oregon heute), aus denen das Museum eigene Sammlungen hat, herausgegriffen. Lore Kämper, die für bdw die Ausstelung besucht hat, beschreibt, wie die in dreizehn Räumen verteilte Schau geschickt Vorurteile problematisiert: "Gleich eingangs erwartet den Besucher Symbolträchtiges. Ein Dia-Schaukasten zeigt fünf Männerköpfe mit unterschiedlichen Kopfbedeckungen vom Hut bis zum Zylinder. Alle sind Indianer. Über einem Spiegel in der Mitte ist eine "typische" Federhaube so angebracht, daß sie auf dem Kopf des Hineinschauenden zu sitzen scheint. Das falsche Bild vom indigenen Menschen entsteht also im eigenen Kopf. ....Mit speziellen Themen befaßt sich der zweite Teil der Ausstellung. So erfährt man einiges über die Beziehungen zwischen Frauen und Männern. Wenig bekannt ist, daß in manchen indigenen Gemeinschaften Männern, die Frauenkleider tragen und weibliche Tätigkeiten bevorzugen, ein eigener Geschlechtsstatus zwischen "Mann" und "Frau" zugebilligt wird und sie oft in hohem Ansehen stehen." Zur Ausstellung veröffentlicht das Museum der Weltkulturen einen Katalog gleichen Titels sowie das Kinderaktionsheft "Entdecke die Indianer!" für Eltern und Kinder.
Museum der Weltkulturen Öffnungszeiten: Mo.: geschlossen Di, Do, Fr, So: 10-17 Uhr Mi: 10-20 Uhr Sa: 14-20 Uhr
Schaumainkai (Museumsufer) 29 - 37 D 60594 Frankfurt am Main Telefon +49 - 69 - 212 35391 Fax +49 - 69 - 212 30704 von
Lucas Corso um 18:14
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