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380 Millionen Euro weniger Kirchensteuern Die römisch-katholische Kirche in Deutschland nimmt in diesem Jahr deutlich weniger Kirchensteuern ein als erwartet. Im Vergleich zur Steuerschätzung vom Mai werden 212,4 Millionen Euro fehlen, und für 2003 drohen nochmals 170,1 Millionen Euro weniger an Kirchensteuern. Diese Zahlen nannte Professor Winfried Fuest vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln in einem am Mittwoch vorab veröffentlichten Text von bundesweit acht katholischen Kirchenzeitungen der Nord-Ostdeutschen Verlagsgesellschaft (NOV). Der Verband der Diözesen Deutschlands (VDD) konnte die Zahlen am Mittwoch nicht bestätigen, noch lägen die Berechnungen der jüngsten Steuerschätzung nicht vor. Auf Grund der geringeren Erwartung der Einkommenssteuer sei jedoch ein Rückgang zu erwarten. "Wir hängen nun mal an dieser Maßstabssteuer", sagte der stellvertretende VDD- Geschäftsführer Hans Wendtner der dpa. Bislang hätten sich die Bistümer auf rund drei Prozent weniger Steuern als im Vorjahr eingestellt. 2001 nahm die katholische Kirche insgesamt 4,36 Milliarden Euro ein. Sollte die Summe im laufenden Jahr weit unter veranschlagten Mindereinnahmen liegen, seien in den Bistümern Nachtragshaushalte und der Griff in die Rücklagen nötig. Bei seinen Angaben handelt es sich laut Fuest nur um Mindestmarken. Die tatsächlichen Ausfälle könnten gravierender sein, da höhere Beiträge zu den Sozialversicherungen und steigende Steuerbelastungen manches Kirchenmitglied dazu bringen könnte, die erhöhten Abgabenlasten durch seinen Austritt zu kompensieren. Als positiv bewertete Fuest die Entscheidung der rot-grünen Regierungskoalition, die steuerliche Abzugsfähigkeit der Kirchensteuer beizubehalten. Den Kirchen rät der Wirtschaftsfachmann, längerfristig Wege zu suchen, die sie unabhängiger machen von weiteren Änderungen bei der Lohn- und Einkommenssteuer. (orf)
Tommyknockers: U-Boote des Vatikans Eine Jungbubenschar heischt um die Aufmerksamkeit des Rabenclan: Warum die Tommyknockers meinen, dass "dumm wie Brot" ein adäquates Bild für die Mitglieder des "Arbeitskreis Naudhiz" scheint, erklären sie näher in ihrer brandneuen Glosse.
Feindlichkeit der Deutschen gegenüber Randgruppen wächst BERLIN (süddeutsche, berliner zeitung): Die Deutschen verabschieden sich schleichend von klassisch humanen Werten der Toleranz, wie die neue repräsentative Umfragestudie „Deutsche Zustände“ des Bielefelder Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung offenbart. Mehr als 2700 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger aus dem ganzen Bundesgebiet wurden zu ihrer Einstellung gegenüber Ausländer, Juden, Frauen, Obdachlosen etc. befragt - mit ernüchterndem Ergebnis: 55 Prozent der Befragten sind der Auffassung, dass es zu viele Ausländer in Deutschland gebe. 28 Prozent sind dafür, Ausländer zurück in ihre Heimat zu schicken, wenn Arbeitsplätze knapp werden. 16 Prozent äußerten die Meinung, dass „die Weißen zu recht führend in der Welt“ seien. 40 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass diejenigen, die schon immer in der Bundesrepublik leben, mehr Rechte haben sollten als Zugezogene. Moslems werden stärker abgelehnt als früher: Für 53 Prozent sind Moscheen ein Zeichen dafür, dass der Islam seine Macht vergrößern wolle. Die Hälfte der Befragten möchte nicht in einer Gegend leben, in der viele Muslime wohnen. 71 Prozent der Befragten teilten die Ansicht, dass Muslime in Deutschland nicht nach ihren Glaubensgesetzen leben sollten. Bei der letzten Frage wird deutlich, wie gerade Islamphobie - im Gegensatz zu anderen Vorurteilen - mit steigendem Bildungsstand gekoppelt ist: Je höher der Grad der Bildung, desto eher wird diese Aussage unterstützt.
Der Ton wird auch gegenüber andere Randgruppen rauher: Nach Ansicht von 35 Prozent müssten Wohnungslose aus Fußgängerzonen entfernt werden. Mehr als ein Drittel empfinden Ekel, wenn sich zwei Männer oder zwei Frauen in der Öffentlichkeit küssen. Die Ablehnung fremder, "normabweichender" Gruppen wie Fremde, Obdachlos und Homosexuelle ist den Ergebnissen der Studie zufolge in Ostdeutschland ausgeprägter als im Westen - völlig unabhängig davon, ob es Erfahrungen zum Beispiel mit Moslems gibt.
Was Antisemitismus angeht ist jedoch kein Ost/West-Unterschied mehr erkennbar, der Antisemitismus im Osten habe zum traditionell antisemitischeren Westen aufgeschlossen: Fast 22 Prozent der Befragten in Gesamtdeutschland beklagen sich über einen angeblich großen Einfluss von Juden in Deutschland. In den letzten zehn Jahren habe die Schändung jüdischer Friedhöfe oder Übergriffe auf Synagogen dramatisch zugenommen.
Die Menschen, die sich in der Studie fremdenfeindlich geäußert haben, befürworten zugleich autoritäre Maßnahmen. Für Sozialwissenschaftler Wilhelm Heitmeyer, der die Studie in Berlin vorstellte, war das Ausmaß der "rabiaten Forderungen" für die Forscher überraschend: 88 Prozent der Befragten wünschen sich eine härtere Bestrafung von Verbrechern. Das Potential für rechtspopulistische Parteien schätzen die Bielefelder Wissenschaftler bei etwa 20 Prozent der deutschen Bevölkerung ein. Interessanterweise sehen sich Wähler mit entsprechender Disposition selbst politisch "in der Mitte" angesiedelt. (Quelle/Text: Süddeutsche Zeitung, Berliner Zeitung)
USA: Prediger zerreißt Harry Potter-Bücher MAINE/USA (Spiegel) Der Gründer der Jesus Partei Douglas Taylor (33) organisierte schon beim Anlaufen des ersten Harry Potter-Films vor einem Jahr Proteste. Für ihn sind die Bücher Ausdruck eines Hexenkults. Dementsprechend plante er demonstrativ das Buch zum neuen Potter Film zuverbrennen , was ihm aber von der örtlichen Stadtverwaltung wegen giftiger Abgase untersagt wurde. So inszenierte er einen öffentlichen "Bücher-Verriss", bei dem er unter dem Applaus von hundert Zuschauern er nun eines der Werke in der Stadt Lewiston zerfledderte. "Harry Potter ist voll von Hexerei", sagte Taylor im Interview der Zeitung "Boston Globe". Der neue Film "Harry Potter und die Kammer des Schreckens" sei eine Anleitung für Schwarze Magie, die in Kindern eine verheerende Leidenschaft für das Okkulte wecken würde. (Quelle/Text: SPIEGEL-Online)
Neue Onlinezeitung: HeidenZeit Die HeidenZeit ist eine vierteljährlich erscheinende Onlinezeitschrift für all jene, die sich für die heidnische Kultur und ihren Glauben interessieren. Themenschwerpunkte sind Events, gelebtes Heidentum, Geschichte, Mythologien sowie praktische Tipps für Küche, Garten und Basteltätigkeit. Die erste Ausgabe ist nun online.
dieStandard.at:Kenianerin wegen Hexerei ermordet Nairobi - 15 junge Männer haben in Zentralkenia eine Frau wegen angeblicher Hexerei ermordet. Die unter Drogen stehenden Täter vergewaltigten und misshandelten auch die vier Begleiterinnen ihres Opfers, wie die kenianische Tageszeitung "Daily Nation" am Freitag meldete. Die jungen Männer hatten der angeblichen Hexe vorgeworfen, einen Freund mit einem Zauberspruch belegt zu haben. Er war kurz darauf erkrankt. Die mit Macheten bewaffneten Angreifer überfielen die Farm, auf der die Frauen arbeiteten, rund 150 Kilometer nördlich der Hauptstadt Nairobi. Sie schleiften die Opfer zum Haus der vermeintlichen Zauberin. Dort wollten sie nach Hexenutensilien suchen. Die Jugendlichen töteten die Frau und vergewaltigten und folterten ihre vier Begleiterinnen. "Wir hoffen, ihr habt eine Lektion gelernt. Ihr solltet euch nicht mehr mit Hexen abgeben", zitierte die Tageszeitung die Verbrecher. Der Glaube an Hexerei ist in Afrika noch immer weit verbreitet. Jährlich werden dort zahlreiche Menschen, insbesondere Frauen, getötet, weil ihnen Zauberkräfte nachgesagt werden. (APA/dpa)
Bernice King predigt: Alles Böse! Da feiert eine Mischung aus mittelalterlicher Moral, Angstmacherei, Teufelsglaube und inquisitorischer Dämonisierung fröhliche Urstände. Da ist vom Vater, dem Menschenrechtler Martin Luther King, wohl nicht viel hängengeblieben:
"(...)She then went on to describe a scene she witnessed recently after coming out of a mall. Two men, she said, were in a heated argument, and one of them was about to pull a gun. But King said she called on Jesus and waged war in his name against the demonic influence that stirred the men. They didn't fight, and no one got shot, she said. (...)King dubbed witchcraft as "a great wind of deception" that is moving across America. Harry Potter, fortune tellers, psychics and some types of music are all connected to the occult, she said. "It's not innocent," King said.