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wFreitag, Mai 23

Machtgerangel zwischen Katholiken und Orthodoxen
Das Moskauer Patriarchat hat die Errichtung einer katholischen Diözesanstruktur in Kasachstan scharf verurteilt. Die päpstliche Entscheidung sei "ohne jede Konsultation" mit der russisch-orthodoxen Kirche erfolgt, obwohl die überwiegende Mehrheit der Christen im Land dieser Kirche angehöre, heißt es laut Kathpress in einer Erklärung des Außenamts des Moskauer Patriarchats vom Freitag.
Der Vorgang bestätige den vatikanischen Expansionskurs im Bereich der ehemaligen Sowjetunion und sei ein "neuer schwerer Schlag" für die zwischenkirchlichen Beziehungen. Die Verantwortung für die "ruinösen Auswirkungen" liege ausschließlich beim Vatikan.
Auch das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, der Ökumenische Patriarch Bartholomaios I. von Konstantinopel, hat die vatikanischen Aktionen in Russland - insbesondere den Aufbau einer katholischen Diözesanstruktur - heftig kritisiert. Sie dienten nicht dazu, die spirituellen Bedürfnisse der Katholiken zu befriedigen, sondern die Schwäche der durch Jahrzehnte der Verfolgung verletzten russischen Kirche auszunutzen, erklärte Bartholomaios.
An dem Streit um den Proselytismus (Abwerbung von Gläubigen) war 1997 ein "Kirchengipfel" gescheitert, der in Österreich hätte stattfinden sollen. Die russisch-orthodoxe Kirche machte damals ein Treffen des Moskauer Patriarchen mit dem Papst im niederösterreichischen Zisterzienserstift Heiligenkreuz von einer gemeinsamen Erklärung gegen den Proselytismus abhängig, der sich der Vatikan jedoch verweigerte. Zudem fühlte sich der Ökumenische Patriarch Bartholomaios durch vatikanische Versuche brüskiert, ihn von dem Treffen auszuschließen
(Quelle: orf)

von Jens Scholz um 13:17  


wMontag, Mai 19

Die dunkle Vergangenheit der kirchlichen Kinderheime

Priester und Nonnen misshandelten in den fünfziger und sechziger Jahren Tausende Jugendliche, die ihnen in Heimen anvertraut waren. Die damals Betroffenen wollen den Skandal nun aufklären, stoßen aber auf eine Mauer des Schweigens.(...)
In Amerika und England verlangen seit kurzem ehemalige Opfer katholischer Heime Entschuldigung und Wiedergutmachung. Sollten sich auch die deutschen Heimkinder dazu entschließen, müssen sie sich wohl auf einen schweren Kampf gegen die Institution Kirche einrichten. Der Vatikan reagierte bislang ähnlich abweisend wie vor zehn Jahren, als die ersten Missbrauchsvorwürfe gegen Priester laut wurden. Und bei der Deutschen Bischofskonferenz, den Ordensgemeinschaften, bei Caritas und Diakonie will man angeblich nicht wissen, was jahrzehntelang unter ihrer Verantwortung geschehen ist.
Dabei liegen die letzten dieser Fälle gar nicht so lange zurück. So wurden Kinder im "St. Joseph-Haus" in Seligenstadt noch 1992 blutig geschlagen. Und im katholischen Stift zu Eisingen bei Würzburg wurden sie noch im Jahr 1995 beispielsweise zur Strafe in Badewannen mit kaltem Wasser gesteckt.(...)
Wie vor zehn Jahren, als die Missbrauchfälle innerhalb der christlichen Gemeinden bekannt wurden, werden die Opfer auch heute wieder von den Kirchen alleine gelassen und die Vorgänge vertuscht und geleugnet. Der Spiegel-Artikel zeigt eindringlich die Gefahr, die von einer unkontrollieren Moralelite ausgeht, die sich über den menschlichen Gesetzen dünkt.

von Jens Scholz um 19:38  


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George Orwell, der Schwarzmagier
Der Telegraph berichtet, dass nach einer neuen Biographie von George Orwell dieser einen Mitschüler in Eton per schwarzer Magie umgebracht habe, oder dies zumindest sein Leben lang glaubte.

George Orwell spent his life believing that he had killed a fellow pupil at Eton using voodoo, according to a new biography.
The late Sir Steven Runciman, the medieval historian, revealed in a letter written shortly before his death that he and Orwell practised black magic on a wax effigy of Philip Yorke, an older boy who had been threatening and offensive.
They were horrified, however, when Yorke first broke his leg and then, months later, developed leukaemia and died.
(...)Runciman said: "Our making a wax effigy of an older boy whom we disliked for being unkind to his juniors was, I am ashamed to say, my idea . . . Blair (=Orwell, S.) found that interesting and willingly collaborated. It was he who moulded the melted candle into a very crude human body.
"He wanted to stick a pin into the heart of our image, but that frightened me, so we compromised by breaking off his right leg - and he did break his leg a few days later playing football - and he died young."
Although Runciman was unclear how quickly the voodoo apparently struck, records show that Yorke died of acute lymphatic leukaemia in July 1917, only three months after Orwell had entered Eton.(...)
(via TCB)

von Jens Scholz um 18:57