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wrc dot org - findlinge |
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Bemerkenswertes, wissenswertes oder einfach nur überflüssiges im Netz.
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wMontag, Juni 23, 2003 |
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Lord Of The Rings - The Two Towers SE Hier gibts die ersten Details über die zusätzlichen Szenen und über das Releasedatum, der Special Extended Edition der Two Towers: the three-hour, 43-minute extended cut of last year's No. 2 box-office hit The Lord of the Rings: The Two Towers reaches shelves in a four-DVD collection on Nov. 18. Bean's ring-craving Boromir, slain at the end of 2001's The Fellowship of the Ring, is resurrected in a lengthy DVD flashback after brother Faramir (David Wenham) finds a boat bearing his body. Not only is there more Bean to savor, but the twisted emotional ties that ensnare ruler Denethor (New Zealand actor John Noble, who officially joins the cast in King), his favorite son, Boromir, and scapegoat Faramir also are exposed. The scenes also help explain why the noble Faramir is rather rude when he meets heroic hobbits Frodo and Sam.(...) von
Jens Scholz um 15:12
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wDienstag, Juni 17, 2003 |
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Satire: Is your child a role-player? You should keep an eye on Your children at all times! The visible signs of an obsessive devotion to role-playing games, occultism and satanism are: Loses interest in other, good hobbies Spends a lot of time with roleplaying games Draws cartoon-like pictures, which present violent mutilations, monsters and violent scenes Draws occult symbols: pentagram, number 666, triangle, swastika etc. Has nightmares Has insomnia Changes diet Writes poems about death and dying Writes about dark themes and supernatural events Talks about many gods Believes to own supernatural powers Speaks in riddles Speaks against Holy Bible Refuses to go to church Grades deteoriate Collects luck charms, animal bones, weapons, dolls etc. Is interested in magic, herbs and other occultism Threatens to kill other people, especially parents Talks about suicide or death. Is unusually interested in everything about death. Neglects personal hygiene Hears voices Obsessive interest in weapons, especially firearms Obsessive interest in half-militant "Ramboism" and interest in war and violence Makes pact with the Devil, or, in some cases, suicide contracts Cuts his/her hands. This is used for blood sacrifices. Has tattoos and "piercing" jewelry Starts believing in "evolution" instead of the one true scientific creationism Talks about "green values" and joins "nature preservation" occult groups Stops eating meat and turns into veganism (pagan religion) von
Jens Scholz um 11:47
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wSamstag, Juni 07, 2003 |
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Der Koran als ursprünglich christlicher Text?
Im letzten Jahrhundert rückte die Textkritik der Bibel zu Leibe. Kommt nun der Koran an die Reihe? Der Koran ist für die Muslime das Wort Gottes, der durch den Erzengel Gabriel in „klarer arabischer Sprache“ zum Propheten gesprochen hat. Ein Fachmann für alte semitische Sprachen hat unter dem Pseudonym Christian Luxemberg einen viel beachtetes Buch geschrieben. Luxemberg will zeigen, dass der Koran an vielen Stellen von den arabischen Kommentatoren fehlgelesen und missdeutet wurde. Hier eine stark gekürzte Version eines Zeit-Artikels:
"So klärt er [Luxemburg] zum Beispiel das Rätsel der Paradiesjungfrauen auf, der „großäugigen Huris“, die vermeintlich auf die Gottesfürchtigen im Paradies warten. Über die Sinnlichkeit der jenseitigen Männerfantasien haben sich schon seit je die Kommentatoren gewundert. Keine Religion des vorderasiatischen Raumes wusste ihren Gläubigen Derartiges zu versprechen, wie es etwa die Suren 44 und 52 tun. Im Rückgang auf aramäische Quellen lässt sich das Problem lösen: Das Wort „hur“ bezieht sich auf die „weißen Trauben“, typische Paradiesfrüchte der christlich-syrischen Literatur. Dass aramäische Lehnwörter im Koran vorkommen, ist für sich genommen keine Neuigkeit. Das Wort Koran (qur’an) selbst wird heute weithin als Ableitung vom Aramäischen „qeryana“ betrachtet, was ein „Lektionar“ bezeichnet, ein liturgisches Buch mit Zitaten aus der Heiligen Schrift, Gebeten und dergleichen. Der Einfluss des Aramäischen auf die Koran-Sprache geht aber nach Luxenberg viel weiter. Luxenberg erkennt christlich-syrische Elemente in vielen Suren aus der mekkanischen Periode – Anspielungen auf den Petrus-Brief etwa oder gar auf die Abendmahlsliturgie. Der Koran enthält in seinen ältesten Partien eine ansehnliche christliche Textschicht. Luxenberg kommt zu dem Schluss, diese Texte bildeten einen „Grundstock, aus dem der Koran als christlich-liturgisches Buch ursprünglich bestand“. Das hieße, der Koran hätte in seinen ältesten Elementen nicht den Anspruch, die jüdische und die christliche Verkündigung zu ersetzen und zu überbieten, sondern sie den Arabern nahe zu bringen. Diese starke These wirft spannende Fragen für die Religionshistoriker auf: War Arabien vor Mohammed, war Mekka zumindest gar nicht so heidnisch geprägt, wie die islamische Tradition behauptet, sondern vielmehr bereits stark christianisiert? Das syrisch-christlich geprägte Aramäische war zur Zeit des Propheten die gebildete Weltsprache des Vorderen Orients. Das Hocharabische hingegen und die klassische arabische Schrift entstanden erst später. Die Araber verfügten zunächst nur über ein „defektives“ System zur schriftlichen Aufzeichnung, eine Art Stenografie, die keine Zeichen für kurze Vokale kannte und auch noch nicht die diakritischen Zeichen – jene Punkte und Häkchen, mit denen später die Konsonanten eindeutig festgelegt wurden. Ein Buchstabe der ursprünglich 18 Zeichen umfassenden Schrift konnte bis zu fünf verschiedene Laute bezeichnen. Das System war äußerst vieldeutig und anfällig für Fehllektüren. Die spätere Festlegung durch die diakritischen Zeichen bedeutete darum oft auch eine inhaltliche Festlegung – mithin eine Interpretation. In manchen islamistischen Internet-Foren versucht man Luxenberg mit dem Vorwurf zu erledigen, er wolle den Muslimen das Heiligste nehmen. Das ist ein durchsichtiges Manöver. Unterschlagen wird dabei, dass Luxenbergs Werk nicht nur eine Pointe für die Muslime, sondern auch für die Christen hat. Auch sie werden gezwungen, im vermeintlich anderen das Fortleben der eigenen Tradition zu erkennen – und zwar ohne das übliche Kulturdialog-Gequatsche, nur mit den Mitteln der Philologie.“ (Quelle/Text: Die Zeit-Online)
von
Lucas Corso um 09:13
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Über die jüngeren Versuche, den Koran textkritisch auszuhebeln
In der Süddeutschen gibt es darauf eine kritische Antwort des Islamwissenschaftlers Ludwig Ammann. Hier gekürzt zusammengefasst:
„Luxenbergs kühne These lautet: Die [dunklen, schwer interpretierbaren] Stellen – die er zu einem Viertel des Gesamttextes hochrechnet! – seien als Arabisch verkannte Aramäismen. Die muslimischen Verfertiger der Endredaktion hätten sich verlesen, weil sie glaubten, der Koran sei in „deutlicher arabischer Sprache“ offenbart; so der Koran. Mit Abzügen an der Deutlichkeit glaubt das auch die Arabistik. Anders Luxenberg: Der Urkoran sei in einer „aramäisch-arabischen Mischsprache“ verfasst, vermutlich sei Mekka zunächst aramäische Kolonie gewesen. Wer das vergessen hatte, machte aus deutlichem Aramäisch dunkles Arabisch.
Spielraum für eine ganz neue Lesart größerer Textstücke gewinnt Luxenberg durch die Art, wie er sich eine Eigentümlichkeit der frühesten Koranaufzeichnungen zunutze macht. Deren Konsonantenschrift ist nämlich höchst mehrdeutig, weil sie wie andere semitische Schriften auf Vokalisierung verzichtet.
Über die Qualität der Luxenbergschen Lesart können darum nur erfahrene Semitisten urteilen. Das erste Urteil eines solchen ist vernichtend. Es bescheinigt dem Autor schlechte Methodik, hanebüchene Philologie und exegetische Kaprizen; es sei schwer zu glauben, dass auch nur ein Textproblem des Korans durch dieses Buch gelöst werde, schreibt Simon Hopkins (die kommende Ausgabe von Jerusalem Studies in Arabic and Islam). Soviel dazu. Doch es kommt noch besser – und da können Nichtsemitisten mitreden. Sure 108, an der eher die historischen Bezüge als einzelne Worte dunkel sind, wird von Luxenberg fröhlich umgeschrieben und das Ergebnis als Nachweis christlicher Briefliteratur im Koran gewertet! Wer die zitierten Passagen vergleicht, dem stockt der Atem: Nichts haben sie gemein außer einem „Widersacher“ – so könnte man für jede beliebige Stelle auch ägyptische oder chinesische Quellen nachweisen.
Denn natürlich will Luxenberg eigentlich darauf hinaus, dass der Koran außer der Muhammad-Predigt noch andere Materialien enthält. Mit dieser Meinung steht er nicht allein. Der Saarbrücker Religionswissenschaftler Karl-Heinz Ohlig glaubt das auch: Der Koran müsse wie die Bibel ein Gemeindeprodukt sein, durchaus mit einem Grundbestand an echten Muhammad-Worten, doch von seinen Redaktoren um Gemeindebildungen erweitert und Ende des 7. Jahrhunderts im Irak unter dem Einfluss syrischen Christentums endredigiert („Weltreligion Islam“, 2000).
Es geht um den sensationellen Fund ältester Koranfragmente in der Großen Moschee von Sanaa, die seit 1981 von den Islamwissenschaftlern Gerd- Rüdiger Puin und Hans-Caspar Graf von Bothmer bearbeitet werden. Puin und Ohlig hätten die Fragmente wohl gern als Nachweis vom heutigen Text stark abweichender Koranüberlieferungen verkauft. Statt dessen konnten die Fragmente eine Schlüsselthese des geistigen Vaters aller radikalen Revisionisten widerlegen: Der Koran wurde nicht, wie John Wansbrough 1977 spektakulär behauptete, erst nach 200 Jahren kanonisiert. Kunsthistorische und naturwissenschaftliche Datierungen der Fragmente beweisen vielmehr, dass die ersten, noch unpunktierten und unvokalisierten Ganzschriften spätestens gegen 690, also 60 Jahre nach dem Tod des Propheten vorlagen. Das wäre nur mehr das Doppelte des Zeitraums, den islamische Quellen annehmen, nach denen der dritte Kalif Osman eine Lesart von Staats wegen durchsetzte und alle anderen vernichten ließ.
Die bisher mitgeteilten harmlosen Abweichungen wie Flattersatz und Surenfolge – wir warten sehnsüchtig auf wenigstens eine kritisch edierte Seite – scheinen überdies die Erwartungen nicht recht zu erfüllen. Knackiges lässt sich erst herbeizaubern, wenn man sich Luxenbergs fragwürdiger Aramäer-These anschließt. Die Nichtsemitisten Puin und Ohlig tun es. Die fällige Wende in der Koranwissenschaft, eine Geschichte seiner Redaktion und Fixierung, die den Text von literalistischen Zumutungen befreit, wird so nicht erreicht.“ (Quelle/Text: die Süddeutsche) von
Lucas Corso um 09:10
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