Der ehemalige NPD-Funktionär Thilo Kabus wird nicht im brandenburgischen Landesjugendhilfeausschuss mitarbeiten. Er war von der rechtsextremen DVU als Stellvertreter der Abgeordneten Birgit Fechner für das Gremium vorgeschlagen worden. Die Fraktionen von SPD, CDU und PDS lehnten ihn jedoch geschlossen ab. SPD-Fraktionschef Günter Baaske sagte, es sei gut, dass alle demokratischen Parteien gemeinsam klar Nein gesagt hätten zu einem Rechtsradikalen im Jugendhilfeausschuss. (...)
In der vergangenen Legislatur saß Kabus allerdings in dem Ausschuss. Damals war offenbar nichts über seine NPD-Karriere bekannt. Bei seiner Wahl hatten sich SPD, CDU und PDS der Stimme enthalten. Nach Informationen der SPD-Fraktion hat Kabus im Vorjahr seine fast 20-jährige NPD-Mitgliedschaft beendet. Er sei von 1992 bis 1998 Chef der NPD Brandenburg und 1998 NPD-Kandidat für den Bundestag gewesen. Derzeit ist Kabus Sprecher der DVU im Landtag.
Na, dann hoffen wir doch mal, dass zukünftig einige seiner "Stammtisch-Kollegen" doch mal ins Grübeln darüber kommen, mit wem sie da ein Bier trinken gehen - wenn selbst die Brandenburger Fraktionen seine DVU-Kollegin vorziehen...