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Magie im Alltag - Teil 3 und ich sah vier Engel stehen an den vier Ecken der Erde...
...und der eine Engel sprach: Beschädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume.
- Apk 7, 1.3 Nachdem wir nun wissen, daß es sehr wohl auch in heutigen Zeiten Symbole und Orte gibt, in denen magische Kräfte leben und auch wissen, wie wir sie suchen und finden können kommt der knifflige Teil: Wie können wir es schaffen, daß Magie ein völlig normaler Teil unseres Lebens wird? Kurze Antwort: Mit viel Zeit und Geduld. Und auf keinen Fall mit Zwang. Da uns die kurze Antwort aber nicht wirklich weiterbringt hier ein Beispiel aus der "Praxis": Ride on, ride on... Die Frage war (verkürzt): "Wie stoppe ich eine Pechsträhne? Ich habe kurz
hintereinander das Auto kaputtgefahren, der Computer ist defekt in just dem Augenblick als ich ein wichtiges Dokument schreiben will, das ich dringend abgeben muss und ich habe das Gefühl, das war erst der Anfang...". Antwort: Kennst du den Begriff des "Syncronicity Highway"? Der beschreibt diesen Zustand in dem man sich befindet, wenn entweder alles so richtig
schief läuft (ein super Beispiel ist der Film "Lost in Space"!!) oder alles so
ineinander fällt, dass man immer wieder sagt "Hey, das passt!" und es löst sich ein Problem nach dem anderen in Luft auf (die gern zitierte "Glückssträhne"). Jeder kennt das, aber Magie ist, wenn man das
Beeinflussen kann.
Vergiss gleich die Idee, jemand anderes hat etwas damit zu tun. Man sollte das Unwahrscheinlichste gar nicht erst beachten, dann kann man sich besser aufs Wesentliche konzentrieren. Letztlich ist das Warum nicht wichtig (das ist schwer zu akzeptieren, denn in der Schule haben wir x Jahre "Warum?" gehört). "Warum" ist überhaupt eine der unwichtigsten Fragen, die es gibt. Sie führt so gut wie nie zur Lösung eines echten Problems.
Du fährst also gerade auf einer Welle, die dich einfach mitreißt? Diese Energie kann man sinnvoll nutzen. Setz dich einfach hin und mache eine kleine
Traumreise[1]: Stell dir einen Fluss vor (oder ein Computerrennspiel
;-) ) auf dem du auf einem Surfboard stehst und stell dir vor, wie berauschend es ist, wenn du in die Kurven gehst und richtig beschleunigst, um ordentlich Dampf in den Geraden zu haben.
Stell dir vor, dein kaputtes Auto schwimmt vor dir und spring gekonnt mit dem Board herüber. Dito mit allen anderen Dingen, die dir so widerfahren sind. Und stell dir vor, es geht dabei immer schneller. Wenn du sozusagen das letzte Hindernis hinter dir hast kommt eine letzte, richtig scharfe Kurve, in der du ordentlich auf Fullspeed erhöhst. Danach kommt eine Gerade: Das Wasser ist so schnell wie nie, du selbst obendrauf, genau in der Mitte (Ideallinie!) und hast Dampf und Energie und Speed und Adrenalin. Und jetzt reißen die Wolken auf und die Sonne kommt hell und leuchtend raus. Es ist Sonnenuntergang und die Sonne ist genau vor dir, der Fluss scheint direkt hineinzuführen und genau das tut er auch. Du knallst sozusagen mitten ins helle warme Licht und wenn du dort eintauchst bist du am Ziel! Alles ist hell, du fühlst dich einfach großartig und warm und völlig gestärkt. Aufgetankt! Du kannst Bäume ausreißen und du kannst rufen "JA! Jetzt
geht's los!". Dann kannst du "aufwachen" und fühlst dich gut.
Das sollte reichen, um dich sozusagen wieder "einzurenken", denn im Moment bist du zwar auf dem Fluss, aber du nutzt ihn nicht aus. Du schlingerst und stolperst und die Strömung lässt dich gegen die Hindernisse knallen, weil du nicht hinguckst. Der größte Fehler, den man in dieser Situation machen kann (den aber viele machen) ist stillzuhalten und abzuwarten, bis alles vorbei ist. Das ist falsch, denn dann wirst du wirklich alle Hindernisse mitnehmen, an die du knallen kannst. Werde aktiv und nimm die Strömung an. Dann wirst du den Effekt umkehren können. Man bekommt übrigens sehr oft den Tip, abzuwarten und Tee zu trinken, und dass man
erst einmal die Talsohle erreichen muss, bevor es wieder Aufwärts gehen kann. Aber das ist genau der falsche Weg. Denn wir wissen: das, was man erwartet wird auch meist eintreten. Annehmen, es wird unvermeidlich erst noch schlimmer kommen ist wie sich auf die Gleise setzen und die Augen schließen, wenn der Zug kommt.
Die meisterfüllte vermeidbare Prophezeihung der Welt ist: "Es könnte schlimmer kommen. Es könnte regnen" Du wirst sehen, das klappt! Ich mach das schon ein paar Jahre und das schöne ist: Je länger
man's macht, desto öfter gibt's die Glückssträhne (fast) von alleine. Man muss nur klare Ziele haben. Das einzige echt wichtige "magische Gesetz" ist nämlich: Motivation bestimmt Wille, Wille bestimmt Realität. Und was war das mit "Beschädigt die Erde nicht"? Nun, bis jetzt habe ich immer ein Zitat passend zum Thema gefunden. Auch diesmal ist es eines, denn das eben erwähnte magische Gesetz hat ein paar ganz klare Auswirkungen. So gesehen bedeutet es, dass deine Ethik bestimmt, was passiert und was nicht. Nicht etwa deine Wünsche oder deine Träume. Deine Motivation gibt dir den Willen, zu bekommen, was du brauchst, zu erreichen was dir wichtig ist und dorthin zu gelangen wohin du gehen willst. Aber es gibt auch Motivation, die zerstörerisch wirkt. Deine Ethik gibt dir dafür den Rahmen. Jeder Mensch hat seine individuelle Toleranzschwelle und kann auch negative Gefühle in Willen umwandeln. Wie weit das geht, wozu ein Mensch fähig ist, hat dabei aber nichts mit den Mitteln zu tun, die er dazu benutzt. Das heißt, ob jemand letztendlich jemandem schadet liegt nicht daran, dass es eine Gelegenheit dazu gibt sondern, ob er überhaupt die Motivation aufbringt, einen entsprechenden Willen zu entwickeln.
Eine beruhigende Folgerung dabei ist: Ein Mensch der nicht in der Lage ist, einen anderen Menschen zu töten, wird dies auch nicht "magisch" können. Das gilt für all die Feiglinge, die einem immer wieder erzählen, dass sie dich "magisch angreifen" würden: Pustekuchen. Wer sich nicht traut, dir real eine in die Fresse zu schlagen wird das auch auf magischem Wege verbaseln. Unweigerlich. Andererseits, wenn man diesen Gedanken entsprechend weiterspinnt gibt es natürlich für den entsprechend "motivierten" Menschen keine Grenzen. Das ist aber der Grund, weshalb es neben der persönlichen Ethik
noch eine "höhere Ethik" gibt. Eine Ethik, die in Religion und gesellschaftlichen Normen transportiert wird. Eine, die man durch Erziehung, durch Erfahrung und durch das
sich einfügen in "kosmische Gesetzmäßigkeiten" wie den Synchronicity Highway verinnerlicht. Die in Form von Mittlern, Göttern, Engel, Propheten Ausdruck finden. Und die man selbst durch ihre Ablehnung noch bestätigt. Wenn die Engel also sagen: Beschädigt die Erde nicht, noch das Meer, noch die Bäume dann kann man dies als eine Art metaphysisches Naturgesetz, eine spirituelle Wahrheit ansehen. Und da kann der Mensch noch so sehr versuchen, selbst zum Gott zu werden. Er ist
nun mal keiner. Und das ist sehr, sehr beruhigend. [1] Die ausführliche Anleitung für die dazugehörige Metitationstechnik beschrieb ich in der "Einführung in die Magie – Teil 3"
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